Messaufgabe und Prinzip
Im Stahlwerk bestimmt die Temperatur Umformbarkeit, Gefüge und am Ende die Werkstoffeigenschaften. Sie muss an vielen Stellen berührungslos, schnell und zuverlässig gemessen werden, oft an bewegtem, verzundertem Material und unter Dampf und Staub.
Infrarot-Pyrometer erfassen die von der Oberfläche abgegebene Wärmestrahlung und berechnen daraus die Temperatur. Je nach Messaufgabe kommen Ein- oder Zweifarbenpyrometer (Quotientenpyrometer), faseroptische Ausführungen oder scannende Systeme zum Einsatz.
Einsatzbereiche
Stranggießen
Oberflächentemperatur des Strangs zur Überwachung der Sekundärkühlung.
Wärmöfen
Ziehtemperatur des Walzguts beim Austrag aus dem Ofen.
Walzstraße
Temperatur vor und zwischen den Gerüsten für thermomechanisches Walzen.
Kühlstrecken & Haspel
Kontrolle der Abkühlung für definierte Gefüge und Eigenschaften.
Induktive Erwärmung
Schnelle Messung für die Regelung von Induktionsanlagen.
Vorteile
Berührungslos und schnell
Messung an bewegtem Material ohne Verzögerung durch Fühler.
Die passende Bauform
Ein- oder Zweifarbenpyrometer, faseroptisch oder kompakt, je nach Messstelle.
Für raue Umgebungen
Schutzgehäuse, Kühlung und Freiblasung für Walzwerksbedingungen.
Direkte Einbindung
Standardisierte Schnittstellen zur Anbindung an Automatisierung und Qualitätssysteme.
AST entwickelt und fertigt Infrarot-Pyrometer und Temperaturmesslösungen für industrielle Hochtemperaturprozesse, darunter die Stahl- und Metallindustrie.

