Messaufgabe und Prinzip
Die Dicke von Band und Blech ist eine der wichtigsten Qualitätsgrößen im Walzwerk. Klassisch wird sie radiometrisch mit Röntgen- oder Isotopenquellen gemessen, was Strahlenschutzmaßnahmen und eine Kompensation der Legierung erfordert.
Laser-Dickenmesssysteme arbeiten dagegen mit zwei gegenüberliegenden Lasersensoren, die Ober- und Unterseite des Materials gleichzeitig erfassen. Die Dicke ergibt sich direkt aus der Differenz, unabhängig von Werkstoff und Legierung und ganz ohne Strahlenquelle. Die Sensoren sitzen typischerweise in einem C- oder O-Rahmen, der das Material auch traversierend über die Breite abtasten kann.
Einsatzbereiche
Kaltband & Bandveredelung
Dickenmessung in Kaltwalzwerken, Beiz-, Glüh- und Beschichtungslinien.
Warmband & Grobblech
Messung an heißem Material mit entsprechend geschützter Sensorik.
Längs- und Querteilanlagen
Qualitätskontrolle beim Spalten und Ablängen.
NE-Metalle
Aluminium, Kupfer und weitere Werkstoffe ohne Legierungskompensation.
Vorteile
Keine Strahlenquelle
Kein Strahlenschutzbeauftragter, keine Genehmigungen, keine Entsorgung von Quellen.
Legierungsunabhängig
Die geometrische Messung benötigt keine Kalibrierung auf den Werkstoff.
Dickenprofil über die Breite
Traversierende Systeme erfassen Keil, Balligkeit und Kantenabfall.
Robust für den Walzwerkseinsatz
Rahmen, Kühlung und Schutz sind für industrielle Umgebungen ausgelegt.
Micro-Epsilon entwickelt und fertigt Sensoren und Messsysteme für Weg, Abstand, Dicke und Temperatur, darunter Inline-Messsysteme für die Metallindustrie.

